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Ludlow Ghost Town, CO

Ghost Towns
Die   Ghost   Town   Ludlow   war   ein   kleines   Mine   Camp   und   befand   sich   im   Süden   von   Colorado   westlich   der   Interstate   25   ca.   12   Meilen   nördlich von Trinidad, CO. Ludlow liegt am Eingang eines Canyons in den Ausläufern der Sangre de Cristo Mountains. Bekannt   wurde   Ludlow   durch   den   Arbeitskampf   zwischen   der   United   Mine   Workers   Gewerkschaft   und   den   Southern   Coal   Gesellschaften.   Im September   1913   rief   die   Gewerkschaft   einen   Streik   in   den   Trinidad   Mines   aus,   um   10   %   mehr   Geld   zu   bekommen   und   um   die   Arbeits-   und Lebensbedingungen   der   Bergarbeiter   zu   verbessern.   Die   Arbeiter   wurden   nur   nach   geförderter   Kohlenmenge   bezahlt.   Für   alle   anderen Arbeiten,   die   die   Bergleute   verrichten   mussten,   bekamen   sie   kein   Geld.   Da   das   Land   um   die   Minen   den   Kohlengesellschaften   gehörte,   konnten die   Arbeiter   nur   in   Häusern   und   Wohnungen   leben,   die   den   Gesellschaften   gehörten.   Die   Miete   wurde   den   Arbeitern   direkt   vom   Lohn abgezogen.   Sie   bekamen   auch   kein   offizielles   Geld,   nur   eine   Währung,   die   von   den   Gesellschaften   heraus   gegeben   wurde.   Damit   konnte   sie nur in den Geschäften, die den Gesellschaften gehörte, einkaufen. Dies wollten die Gewerkschaften ändern. Die   Gespräche   brachten   kein   Ergebnis   und   der   Streik   dauerte   an.   Tausende   Arbeiter   mussten   aus   ihren   Häusern   raus   und   sie   zogen   in   eine Zeltstadt   bei   Ludlow,   die   von   der   Union   errichtet   wurde.   Die   Kohlenproduktion   kam   zum   Erliegen,   die   Gemüter   erhitzten   sich   und   die Arbeiter mit   ihren   Familien   mussten   den   ganzen   Winter   in   der   Zeltstadt   ausharren.   Als   sich   die   Spannungen   verstärkten,   wurde   die   Colorado   Miliz gerufen, um die Ordnung Aufrecht zu erhalten. Am   20.   April   1914   entluden   sich   die   aufgestauten   Spannungen   und   die   Miliz   verlor   die   Kontrolle.   Die   Truppen   eröffneten   das   Feuer   und schossen   wahllos   in   die   Zeltstadt.   Bewaffnete Arbeiter   schossen   zurück.   Insgesamt   wurden   25   Menschen   getötet,   darunter   zwei   Frauen   und   11 Kinder.   Die   United   Mine   Workers   Gewerkschaft   nannte   es   das   Ludlow   Massaker   und   die   Nation   wurde   Aufmerksam   und   nahm   Anteil   an   der Tragödie in Colorado. Das    Arbeiterproblem    wurde    in    Ludlow    nicht    sofort    gelöst,    aber    die    Kohlenindustrie    erholte    sich    schnell    nach    dem    Streik    und    die Gewalttätigkeiten wurden beendet. In den folgenden Jahren wurden über 12 Mio Tonnen Kohle gefördert, ein „All Time Record High“. Viel ist nicht mehr zu sehen in Ludlow: Haus der Company Company Stores Storefront  Eingang General Store Company Stores Schoolhouse
Schulgebäude Geschäfte der Minengesellschaft Geschäfte der Minengesellschaft Eingang General Store Geschäft der Minengesellschaft Haus der Minengesellschaft