© Gerhard Jäger 2013 - 2017

Bullion Canyon, UT

Ghost Towns
Bullion Canyon - Canyon of Gold Der   Bullion   Canyon   liegt   in   den   Tushar   Mountains   und   die   umliegenden   Gipfel   steigen   bis   zu   12.000   Feet   auf.   Der   Pine   Creek   hat   eine   tiefe Schlucht durch die Felsen geschnitten und mündet nachdem er 2000 Meter Höhe überwunden hat in den Sevier River. Der   Bullion   Canyon   ist   seit Tausenden   von   Jahren   bewohnt.   Die   Fremont   hinterließ   Spuren   in   Form   von Tonscherben   und   Petroglyphen,   die   Utes und   Paiutes   durchstreiften   das   Gebiet   in   den   1700er   Jahren   und   die   spanischen   Entdecker   erkundet   die   Gegend   und   fanden   Gold   in   dem Canyon. 1865   kamen   amerikanische   Miner   in   die   Tushar   Mountain   Range,   der   dritthöchsten   Bergregion   in   Utah.   Sie   fanden   Gold   im   Pine   Creek,   der durch   Bullion   Canyon   fließt.   Prospektoren   folgten   dem   Gold   flussaufwärts   auf   der   Suche   nach   der   Quelle   und   sie   fanden   sie.   Hier   entstand   die größte   Town   im   District   -   Bullion   City.   In   ihrer   Blütezeit   hatte   der   Ort   40   -   50   Gebäude   und   mehr   als   1600   Seelen.   Die   Kimberly   Mine   war   die größte   Mine   im   Bullion   Canyon   und   damit   das   Herz   des   Goldabbaus.   Zu   der   Zeit   hatte   das   Gold   einen   Wert   von   20$   pro   Unze.   Auch   nachdem weniger   Gold   gefunden   wurde   blieb   Bullion   City   bestehen.   10   Jahre   nach   der   Gründung   lebten   aber   nur   noch   259   People   in   Bullion   City.   Das Leben   war   hart   im   Bullion   Canyon   und   die   Gesundheit   der   Miner   war   schlecht,   es   gab   kaum   medizinische   Unterstützung.   Die   Unterkünfte   waren primitiv,   die   meisten   Miner   lebten   in   Zelten   oder   einfachen   Blockhütten.   Die   Suche   nach   Gold   war   oft   sehr   schwierig.   Es   war   oft   notwendig, dass   die   Miners   stundenlang   in   knietiefem   Mud   oder   eiskalten   Wasser   arbeiten   mussten.   Die   Minenarbeiter   schufteten   generell   10   Stunden, sechs Tage in der Woche. Samstags gab es einen freien Tag. Auch die Mine Camps waren ein gefährlicher Platz, es gab einige Schießereien. Auch Feuer zerstörte viele Zelte. Als auch die Bully Boy Mill schließen musste, wurde Bullion City zur Ghost Town. An der Mündung des Canyons ste ht ein restaurierter Erzwagen. Hier   gibt   es   u.   U.   auch   eine   Broschüre,   die   die   verschiedenen   Stationen   beschreibt,   die   heute   als   Canyon   of   Gold   Tour   bekannt   ist.   Leider   gab es keine Broschüre als ich dort war. Toll Road Erfolgreiche   Minengesellschaften   benötigen   Roads,   damit   Material   zu   den   Minen   gebracht   bzw.   das   Gold   abtransportiert   werden   kann.   Roads waren die Lebenslinien für Virgina, Webster und Bullion, die drei frühesten Ortschaften im Canyon. Etwa   1869   bauten   D.C. Tate,   McCorkinlin   und   andere   die   erste   Road   in   den   Canyon.   Sie   nutzen   7000   $   von   ihrem   Verkauf   der   Morning   Star   Mine. Eine   Toll   Station   wurde   am   Eingang   des   Bullion   Canyon   errichtet.   Die   Road   führte   zu   den Abbaugebieten   im   Bullion   Canyon,   eingeschlossen   der Golden Curry Lode, die 1868 errichtet wurde. Zum   Entsetzen   der   Toll   Road   Betreiber   bauten   Local   Miner   eine   zweite   Road,   die   einen   direkteren   und   weniger   ansteigenden   Weg   nahm   als   die Pay Road. Die zweite Road folgt etwa der heutigen Road. Teile der alten Toll Road sollen heute noch zu sehen sein. Will Tate Mine Die   Holzgebäude   auf   beiden   Seiten   der   Road   wurden   von   dem   Prospector   Witt   Tate   etwa   um   1920   gebaut.   Tate   erichtete   die   Cabin   und Nebengebäude   in   der   Nähe   seiner   Mine   auf   der   Nordseite   des   Canyons.   1948   verkaufte   Tate   seine   Mine   der   Bullion   Monarch   Company.   Sie kauften d ie Mine, weil sie vermuteten, dass in dem Erz reiche Bleivorkomm en vorhanden sind - Gold kommt meistens mit Blei und Silber vor. Nach der Will Tate Mine sieht m an auf der anderen Seite des Pine Creek eine Cabin. Bully Boy Stamp Mill Eines   der   eindrucksvollsten   Erinnerungen   an   Vitalität   und   Industrie,   die   einst   in   Bullion   City   blühte,   ist   die   Bully   Boy   Mill.   Sie   wurde   1922 errichtet   und   erhielt   Erz   von   den   Minen   The   Wedge,   Dalton,   Great   Western,   Deseret,   Cascade,   Shamrock   and   Morning   Star.   Die   Mill   hatte   die Ausmaße  von 238 Feet lang und 45 Feet breit und w ar zu seiner Zeit ein technisches Wunder. 1938   wurde   die   Mill   geschlossen   weil   die   Produktionskosten   den   Marktwert   des   Goldes   überstieg,   der   von   der   Regierung   auf   35   $   pro   Unze festgesetzt wurde. Heute ist die Bully Boy Mill in Privathand und darf nicht besichtigt werden. Von   der   Brücke   unterhalb   der   Bully   Boy   Mill   beginnt   ein   2   Meilen   scenic   Walk.   Der   Trail   führt   auf   der   Nordseite   des   Pine   Creek   zu   einem Overlook oberhalb des Bullion Canyon Wasserfalls. Dieser 60 Foot Fall soll im Frühsommer spektakulär sein. Auf dem weiteren Weg sieht man ein paar Cabins bzw. das was davon übrig geblieben ist. Miner's Park and Picnic Area Auf der anderen Seite der Road befindet sich ein kleiner Picknickplatz. Miners   Park,   von   Freiwilligen   des   Forest   Service   errichtet,   war   die   Inspiration   von   Real   Fredericks,   einem   einheimischen   Miner.   Der   ¼   Meile lange Trail   beginnt   direkt   bei   einem   hölzeren   Minenwagen   und   führt   an   16   Displays   von   Mining   Equipment,   einer   rekonstruierten   Mine   und   einer instandgesetzte Cabin vor bei. In   den   Minen   und   Mills   wurde   Wasser   benötigt   und   das   musste   vom   Bullion   Canyon   Wasserfall   heran   gebracht   werden.   Man   benutzte   eine hölzerne   Pipeline,   die   einen   Durchmesser   von   24   Inch   hatte.   In   den   Minen   und   Mills   wurde   das   Wasser   in   einem   Boiler   zu   Wasserdampf   erhitzt. Der Damp f wurde benutzt, um Mining Equipment zu betreiben. Der Boiler w iegt mehr als 4 Tonnen wurde der von 4 bis 6 Pferden gezogen. Das Golderz wurde mit solchen Wagen zu den Mills transportiert. In   den   langen   und   dunklen   Minentunnel   arbeiteten   die   Miner   teilweise   12   bis   14   Stunden   mit   Vorschlaghammer   Pickel   an   den   soliden Felswänden.   Wenn   man   sich   kein   Muli   oder   Pferd   leisten   konnte,   mussten   man   die   mit   hunderten   Pfund   von   Eisenerz   beladenen   Wagen   zum Eingang der Mine schieben. Dann musste man das Erz umladen, das dann zur Mill transportiert wurde. Mining  war ein knochenharter Job. Mining   war   auch   eine   gefährliche   Arbeit.   In   den   Minenschächten   gab   es   häufig   Kohlendioxyd   oder   Radongas,   das   von   Uran   emitierte.   Viele Miner   erkrankten   Jahre   später   an   Lungenkrebs.   Minen   in   der   Gegend   sind   gefährliche   Plätze   und   sollten   daher   unter   keinen   Umständen   betrete werden. Zur Jahrh undertwende gab es viele neue Mining Equipments, die hier auch z u sehen sind. Dalton Cabin Diese   Cabin   wurde   von   dem   local   Folks   Dalton   Cabin   genannt,   die   von   der   berühmten   Dalton   Gang   gebaut   sein   sollte.   Es   ranken   sich   viele Geschichten   um   diese   Cabin,   aber   keine   dieser   ist   wahr.   Es   ist   eine   einfache   Cabin.   Sie   wurde   in   den   1920er   Jahren   von   einem   Miner   auf seinem   Claim   vier   Meilen   entfernt   nahe   dem   Gipfel   des   10500   Feet   hohen   Mt.   Brigham   gebaut.   Es   ist   eine   typische   Mining   Cabin   in   diesem Gebiet. Der Besitz wechselte dann zu Myron Chellis "Chell" Dalton aus Marysvale, der diesen Claim kaufte. Die   Dalton   Familie   lebten   jedes   Jahr   in   der   Cabin   von   Juni   bis   November   während   sie   Golderz   abbauten.   Theone   Dalton,   der   Sohn   von   Chell, erinnerte  sich gerne an die Zeit mit kühlen Sommertagen und der häusliche n Küche seiner Mutter. Map: Von   der   Bully   Boy   Mill   hat   man   die   Möglichkeit   auf   der   Forest   Road   126   fast   bis   zur   Spitze   des   11500   Feet   hohen   Mt.   Brigham   und   durch   den Cottonwood   Canyon   zur   US   89   zu   fahren.   Die   10   Meilen   lange   Strecke   ist   allerdings   stellenweise   rough   und   bumpy   und   ein   HC   bzw.   4WD   ist notwendig. Weitere Bilder im Fotoalbum
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