© Gerhard Jäger 2013 - 2017

Canyon Pintado Nat’l Historic District , CO

Rock Art Sites
Der   Canyon   Pintado   Nat’l   Historic   District   umfasst   16000   acres   auf   beiden   Seiten   des   Highways   CO   139   im   Nordwesten   von   Colorado,   südlich   von Rangley.   Hier   soll   es   hunderte   von   archäologische   Stätte   geben   von   denen   acht   der   Öffentlichkeit   zugänglich   gemacht   worden   sind.   Große Hinweisschilder   stehen   an   der   CO139,   man   kann   sie   kaum   verfehlen.   Es   gibt   auch   Restrooms   auf   der   Strecke.   Die   meisten   Rock   Art   Sites   sind vom Fremont Style (6. bis 13. Jhdt.) und vom Ute Style (13 Jhdt. bis 1881). Der   Name   Canyon   Pintado   bedeutet   „Painted   Canyon”   und   kommt   von   den   Spaniern.   1776   (9.   September)   kam   die   Escalante-Dominguez Expedition   -   geführt   von   Ute   Guides   -   in   dieses   Gebiet   und   der   Schreiber   der   Expedition   (Mönch)   Francisco   Silvestre   Velez   de   Escalante   hat einiges über die Felszeichnungen geschrieben, die man heute so einfach besichtigen kann. Neben   dem   Canyon   Pintado   Nat’l   Historic   District   gibt   es   weitere   Sites,   die   man   besichtigen   kann.   Die   östlich   und   westlich   von   Rangley   liegende Sites habe ich mir nicht angesehen, nur Sites rechts und links der Country Road 23, die parallel zum Highway 139 von Rangley nach Süden führt. Die   genaue   Bedeutung   der   Felszeichnungen   ist   noch   unklar,   einige   sagen,   dass   es   sich   um   religiöse   Zeichnung   handeln   soll,   andere   sagen   es   sind Alltagsdarstellungen, wiederum andere sagen es handelt sich um bedeutende Ereignisse. Die   Fremont   People   bauten   Dörfer,   betrieben   Landwirtschaft   und   bauten   auf   Felsspitzen   Watchtowers.   In   versteckten   Plätzen   soll   es   noch Zisternen   und   Granaries   geben,   wo   die   Fremont   Corn   und   Samen   aufbewahrt   haben.   Später   kamen   die   Ute   in   dieses   Gebiet,   um   zu   jagen.   Sie blieben hier bis sie 1881 in eine Reserv ation getrieben wurden.                                                                             erstellt mit Garmin MapSource Der Ausgangspunkt ist Rangley, nach 1,5 Meilen auf der CO 139 erreicht man die erste Site: 1.) Camel Ridge Site Auf   der   rechten   Straßenseite   kann   man   halten,   es   gibt   so   viel   ich   mich   noch   erinnere   kein   Hinweisschild.   Man   erkennt   einen   kaum   erkennbaren Pfad   zu   der   Felswand.   Ich   habe   dort   gesucht,   aber   nichts   Besonderes   gefunden,   nur   ein   kleines   Kamel   aussehende   Petroglyph.   Es   gab   noch   ein weitere s Bild, aber da war ich mir nicht sicher ob es ein P etroglyph war. Ich bin dann weiter gefahren. 2,8 Meilen nach der Camel Ridge Site erreicht man die: 2.) Lookout Point Site Hier soll es auf der Westseite einen Watchtower geben, aber aus irgendeinem Grund bin ich an der Site vorbei gefahren. Es   soll   einige   Watchtower   in   dem   Valley   geben.   Sie   wurden   vermutlich   als   Warnsystem   angelegt,   denn   von   einem   Watchtower   kann   man   den nächsten Watchtower im Blickfeld. Vom Punkt 2 bis zum nächsten Punkt sind es ca. 6,4 Meilen. 3.) East Four Mile Site Auf der linken (östlich der Road) gibt es einen Parkplatz (mit Toilette), Picnic Table und mehrere Schautafeln mit Erklärungen. Hier   gibt   es   einen   ca.   1,1   Meilen   langen   Weg,   der   an   den   Petroglyphs   und   Pictographs   vorbei   führt.   Vom   Parkplatz   durchquert   der Trail   einen   dry Wash und auf der Nordseite der Rinne erreicht man auch schon das erste Panel. Leider   lagen   bei   den   Panels   die   Petroglyps   teilweise   halb   im   Schatten   und   halb   in   der   Sonne.   Dort   hatte   ich   mir   Wolken   am   Himmel   gewünscht, aber mein Wunsch wurde nicht erhört. Die Panels sind vom Fremont Stlye. Man kommt auch bei einem verf allen Schuppen vorbei, der aus der Pionierzeit stammt. Inter essant ist aber, dass sich ein weiteres Fremont Panel - Sun Dagger - unter einem Überhang befindet. Bei der Felswand muss man auf dem Weg zurückschauen, damit man den Sun Dagger sieht. Einige   Archäologen   glauben,   dass   das   Sun   Dagger   Panel   ein   Sonnenkalender   ist.   Wenn   man   vor   dem   Panel   steht   erkennt   man   darüber   einen Überhang. Dieser Überhang wirft einen Schatten, der die drei Kreise während der Sonnenwenden (Sommer und Winter) mittig durchschneidet. Der   Sonnenkalender   war   wichtig   für   die   Fremont   People,   denn   danach   richteten   sie   sich,   um   ihre   Feldfrüchte   anzubauen.   Von   der   Sun   Dagger Site führt der Trail zurück zum Parkplatz. Auf der BLM Seite gibt es dazu eine Animation . Die nächste Site erreicht man nach 1,6 Meilen: 4.) State Bridge Site Hier   steht   ein   Hinweisschild   am   Highway.   Die   P etroglyphs   vom   Fremont   Style   befinden   sich   auf   der   Südseite   eines   kleinen   Felsrückens.   Ein kurzer We g führt zu dem kleinen Panel. Zur   nächsten   Site   sind   es   nur   1,9   Meilen   auf   der   CO   139   nach   Süden.   Man   biegt   hier   links   (Osten)   a b   und   nach   0,2   Meilen   nach   rechts.   Nach   0.8 Meilen erreicht man die: 5.) Cow Canyon Site Das Panel befindet sich ein einer Felswand, die n ach Süden zeigt. Die nächste Site, die man nach 12,3 Meilen erreicht, ist die: 6.) White Birds Site Auf   der   Westseite   der   CO   139   sieht   man   die   Pictographs   oberhalb   der   Road   unter   einem   Felsüberhang.   Es   sind   sind   weiße   Vögel,   aber   es   gibt auch   noch   mehr   zu   sehen.   Wer   zu   faul   ist   den   kurzen,   aber   steilen   Weg   hinauf   zusteigen,   der   braucht   ein   gutes   Tele,   verpasst   aber möglicherweise ein paar Felszeichnungen. Und au s der Nähe sind dieses Pictographs sehr beeindru ckend. Nach einer halben Meile (großer Parkplatz auf der Ostseite der CO 139) erreicht man die 7.) Canyon Pintado Site Dies   soll   die   Hauptsite   im   Canyon   Pintado   National   Historic   District   sein,   darüber   kann   man   streiten.   Ich   finde   andere   Sites   mindestens   genau   so interessant. Diese Site wurde 1776 im Journal der Escalante Expedition erwähnt. Dominierend   ist   die   Figur   des   Kokopelli,   der   bucklige   Flötenspieler   aus der Anasazi   Mythologie.   Daran   erkennt   man   die   Verbindung   der   Fremont mit den Kulturen der Four Corner Area.                    leider ist der Kokopelli nicht mehr so zu sehen                                             sondern nur noch so. Das   Felsstück,   auf   dem   sich   der   Kokopelli   befindet,   wurde   mit   einem   Drahtseil   gesichert.   Wahrscheinlich   wäre   das   Felsstück   schon   längst eingestürzt und man könnte der Kokopelli nicht mehr bewundern. Es gibt noch weitere interessant e Felszeichnungen: Die letzte und sicherlich auch bekannteste Site erreicht man nach 2,5 Meilen. 8.) Waving Hands Site Der   Parkplatz   befindet   sich   auf   der   Westseite   der   CO   139.   Hier   war   die   einzige   Site,   bei   der   ich   noch   jemand   gesehen   hatte.   Die   Pictographs sind nicht sehr groß und beim Fo tografieren stört ein großer Felsbrocken vor den Zeichnungen. Es g ibt neben den winkenden Händen auch noch weitere Pictographs,             unter einem Überhang findet man Pferde (Ute Style) und          eine rote anthropomorphe Figur, die The Gardian genannt wird. Eingangs   hatte   ich   schon   erwähnt,   dass   ich   mir   auch   weitere   Sites   an   der   Country   Road   23   (Dragonfly   Road   )   angeschaut   hatte.   Etwa   eine   halbe Meile   nördlich   der   Waving   Hands   Site   gibt   es   eine   Gravelroad   (CR116),   die   zur   CR   23   führt. Allerdings   muss   man   aufpassen,   immer   den   richtigen Abzweig zu nehmen. Damit ersp art man sich die Rückfahrt nach Rangley. Die Strecke von der CO 139 bis zur CR23 beträgt ca. 17,5 Meilen. Auf der CR 23 sind es dann noch einmal 6,4 Meilen bis zum Abzweig zur 9.) Carrot Man Site Vom   Abzweig   fährt   man   noch   0,3   Meile   bis   zum   Trailhead,   dort   stellt   man   sein   Auto   auf   der   linken   Seite   der   Dirt   Road   ab.   Links   ist   eine   kleine Rinne,   die   man   hinunter   läuft   und   schon   bald   sieht   man   die   „Painted   Figures“,   die   als   „Carrot   Man“   bezeichnet   werden,   auf   der   Unterseite eines   Überhangs.   Das   Außergewöhnliche   an   der   Site   sind   neben   den   schmalen   Figuren   (Carrot   Man)   blauen   Figuren,   die   ich   bisher   noch   nie gese hen habe. Es gibt einige, die bezweifeln, dass diese Figuren authen tisch sind. Auf der CR 23 sind es 1,5 Meilen bis zum Abzweig zur 10.) Crooks Brand Site Man biegt links (Westen) ab und fährt 0,2 Meilen bis zur Site, die in einem schönen, fast parkähnlichem Gebiet liegt. Die    Felszeichnungen    befinden    sich    vor    allem    an    einer    Felswand.    Hier    findet    man    hauptsächlich    Pferde    als    Motiv    (Ute    Style),    die    das Brandzeichen von General Crook haben sollen                        und einem sehr schönen Pfeil                                         und historische Inschriften, Pin-Up Art von baskischen Schäfern - leider zerstört Nach   0,4   Meilen   geht   es   rechts   (Osten)   ab   zur   nächsten   Site. An   einer   Weggabelung   muss   man   sich   links   halten   und   nach   1,9   Meilen   vom Abzweig erreicht man einen Felsrücken. Hier parkt man sein Auto und läuft ca. 220 Meter nach Norden entlang der Ostseite des Felsrückens bis zur   11.) Fremont Ridge Site Ich hatte aufgrund der Lichtverhältnisse das Fremont Petroglyph Panel kaum erkannt. Auch hier fand ich die Landschaft interessant. Zurück   auf   der   CR   23   fährt   man   4,1   Meilen   nach   Norden   Richtung   Rangley   und   biegt   rechts   (Osten)   ab   auf   eine   Dirt   Road.   Dieser   folgt   man   0,4 Meilen.   Hier   müsste   man   rechts   abbiegen,   aber   ein   Zaun   versperrt   die   Weiterfahrt.   Ich   habe   vor   dem   Zaun   an   der   Seite   geparkt   und   bin   die   150 Meter gegangen bis zur 12.) Shield Site Hier   findet   man   ein   Schild   an   einer   Sandsteinwand.   Leider   wurde   hier   von   Vandalen   auch   einiges   zerstört.   Man   hat   wohl   versucht,   die Felszeichnungen aus der Wand zu meißeln. Von   dieser   letzten   Site   sind   es   ca.   6   Meilen   nach   Rangley.   Für   alle   Sites   habe   ich   ca.   6,5   Stunden   benötigt.   Von   Vernal,   wo   ich   übernachtet   habe ist es schon ein Tagesausflug. Weitere Bilder gibt es in meinem Fotoalbum .
Canyon Pintado Map Camel Ridge Site Camel Ridge Site East Four Mile Site East Four Mile Site Pioneer Shed Sun Dagger Sun Dagger State Bridge Site Cow Canyon Site Cow Canyon Site Cow Canyon Site White Birds Site White Birds Site White Birds Site Canyon Pintado Site Canyon Pintado Site Canyon Pintado Site Waving Hands Site Waving Hands Site Waving Hands Site Gavelroad Carrot Man Site Carrot Man Site Crooks Brand Site Crooks Brand Site Crooks Brand Site Crooks Brand Site Crooks Brand Site Crooks Brand Site Fremont Ridge Site Fremont Ridge Site Shield Site