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Dragoon Mountains

Location USA
Ein älterer Mann im Visitor Center in Benson sagte mir: There are mountains. There are hills. And then there are the Dragoons. Offiziell eine Gebirgskette, entziehen sich die wildzerklüfteten Dragoon Mountains jeder Kategorisierung. Allgemeines und Geografie Die Dragoon Mountains sind eine Gebirgskette im Cochise County im Südosten von Arizona. Sie sind eine kleine, nur etwa 40 km lange Bergregion, die zuerst von Norden nach Süden und dann nach Südosten verlaufen. Der Name bedeutet Dragoner, mit dem ein Kavallerist bezeichnet wurde. In der US-Armee des 19. Jahrhunderts wurden diese Soldaten im Kampf gegen die hier lebenden Apachen eingesetzt. Das Gebiet liegt südlich der Interstate 10 zwischen den Whetstone Mountains im Westen und den Chiricahua Mountains im Osten. Die Little Dragoon Mountains nördlich der Interstate 10 sind die Fortsetzung der Dragoon Mountains - nördlich des Texas Canyon, der nach einem Siedler aus Texas benannt wurde. Im Süden enden die Dragoon Mountains nordöstlich von Tombstone. Die Berge gehörten zum Dragoon National Forest, der 1907 gegründet und 1908 zum Coronado National Forest zusammengefasst wurde. Das Gebiet ist jetzt Teil des Douglas Ranger District und ist ein beliebtes Wander- und Campinggebiet. Die Bergkette zählt zu den sogenannten Sky Islands, die sich unvermittelt aus der sie umgebenden, überwiegend mit Sagebrush bewachsenen Ebene erheben. Sie ist durch schroffe, granitene Felsen, tiefe Spalten und Abgründe gekennzeichnet. In den höheren Lagen im Norden findet man vor allem Wälder. In den niedrigeren Höhen findet man Eichen, Wüstenpflanzen und Graslandschaften. Die höchste Erhebung ist der Mount Glenn mit 2290 m. Die Dragoons können von der Ost- oder Westseite aus betreten werden, aber der Osten ist der bekannteste. Die Zufahrtsstraße führt zu einem ruhigen Campingplatz (Cochise Stronghold) inmitten von Eichen am Fuße der Hügel, von dem aus ein Trail über den Kamm durch einige der Formationen zum Westeingang führt, obwohl das Hauptgebiet etwas weiter entfernt liegt (Es soll ein Trail nach Norden geben). Im westlichen Canyon gibt es einen Forest Service-Campground, ein 0,4 Meilen langen Rundweg, der zwischen Yucca, Kakteen und Felsen verläuft. Der weniger befahrene westliche Trailhead kann von mehreren unbefestigten Straßen aus erreicht werden, der Old Ranch Road aus dem Norden (beginnend bei Dragoon), der FR 687 aus dem Süden, beginnend entlang der Middlemarch Road und der Stronghold Canyon Road, der Hauptstraße, aus dem Westen (von Saint David). Die drei Routen treffen zusammen und die letzten 3 Meilen führen entlang eines Tals bis zum Ausgangspunkt. Dieser Abschnitt ist jedoch stellenweise rau und erfordert in der Regel ein 4WD. Aber bis zu den Council Rocks dürfte man keine Probleme bekommen. Von Norden bzw. von Westen muss man über eine Ranch fahren. Wenn man Pech hat sind die Gatter versperrt. Ich bin von Süden zu den Council Rocks gefahren. Im Gegensatz dazu eignet sich die östliche Zufahrt für alle Fahrzeuge, auch für recht große Wohnmobile. Die Ironwood Road ab US 191 in der Nähe von Sunsites verläuft ca. 5 Meilen geradeaus und überquert flaches, dünn besiedeltes Land bis zu einer Kreuzung mit der Cochise Stronghold Road. Diese bietet eine alternative Zufahrt von Norden in der Nähe von Dragoon. Jenseits der Abzweigung führt die Ironwood Road, die jetzt aus Schotter besteht, ein kurzes Stück westwärts, vorbei an einigen Seitenwegen. Anschließend biegt sie nach Süden ab und führt in das bewaldete Tal des Cochise Creek (Stronghold Canyon). Die Straße kann holprig sein und man muss mehrmals das Flussbett kreuzen. Aber die Wassermenge ist normalerweise sehr gering, und es sollte keine Schwierigkeiten geben den Campingplatz zu erreichen auf dem die Straße endet. Eine kurze Nebenstraße führt zu Kerwin- und Carlink-Canyon, zwei bewaldeten, spurlosen, steilen Schluchten. Aber die meisten Leute sind wegen Cochise Stronghold hier. Bei mir war die Road in einem sehr guten Zustand und der Creek hatte kein Wasser. History Bekannt wurden die Dragoon Mountains durch den Apachenführer Cochise. Dieser hatte sich in den felsigen und unwegsamen Bergen einen verborgenen Schlupfwinkel (Cochise Stronghold) ausgesucht. Hier fanden Cochise und seine etwa 250 Chiricahua-Krieger nach ihren Raubzügen eine sichere Zuflucht. Auch die Familien der Krieger lebten in den Dragoon Mountains, es sollen ca. 1000 Apachen (Männer, Frauen, Kinder) sich hier versteckt haben. Die Berge versorgten Cochise mit Nahrung, Medikamenten und ganzjährigem Wasser. Von der Höhe aus hatten die Apachen eine hervorragende Sicht auf die Täler auf beiden Seiten der Berge. Sie konnten die Armeetruppen buchstäblich zwei Tage vor ihrer Ankunft kommen sehen. General George Crook und US-Kavalleristen durchsuchten 1871 die Dragoon Mountains auf der Suche nach Cochise. Cochise und seine Apachenkrieger besiegten in der ersten Schlacht von Dragoon Springs eine kleine Truppe von Unionssoldaten, wurden jedoch einige Tage später in der zweiten Schlacht von Dragoon Springs besiegt. Die eckigen Gipfel und das Labyrinth der Canyons waren ideal für die Guerilla- Taktik der Apachen geeignet und die Apachen konnten der US-Army immer wieder im unwegsamen Gelände entkommen. Kein Wunder, dass die US-Regierung nach elf Jahren blutiger Kriegsführung an der Grenze zu Arizona eifrig war Frieden zu schließen. 1872 konnte General Oliver Otis Howard endlich mit den Apachen Frieden schließen. 1881 wurde das Gebiet nach dem Apachenchief benannt - Cochise County. Die historische Stadt Tombstone befindet sich im Südwesten des Gebirges. Es gibt auch mehrere Ghosttowns in den Dragoon Mountains, darunter Gleeson und Courtland. ------------- Cochise wurde im heutigen Arizona geboren und führte die Chiricahua-Apachen in einer Zeit heftiger sozialer Umwälzungen an. 1850 übernahmen die Vereinigten Staaten die Kontrolle über das Gebiet, das heute Arizona und New Mexico umfasst. Er war den Weißen zunächst nicht feindlich gesonnen und hatte bis 1861 Frieden mit den Anglo-Amerikanern. In den 1860er Jahren übernahm der charismatische Führer der Chiricahua Apachen die schroffen Canyons als Zuflucht für sich und sein Volk. Ein Merkmal dieser natürlichen Festung war, dass sich zwei Felsschluchten in den Dragoons treffen. Niemand weiß, wie oft Cochise und seine Leute diese beiden Canyons und den Weg, der sie verbindet, benutzt haben, um sich über diese Berge zu bewegen. Wegen eines Fehlers des jungen Offiziers Lt. George Bascom von der US-Armee wurde Cochise zu ihrem unerbittlichen Feind. In jenem Jahr waren Cochise und einige seiner Verwandten in ein Soldatenlager gegangen, um den Vorwurf zu bestreiten, sie hätten ein Kind von einer Ranch entführt. Später stellte sich heraus, dass der Junge von einer anderen Gruppe von Apachen entführt wurde. Während der Verhandlung wurden Cochise und seine Anhänger von Bascom als Geiseln gehalten, aber Cochise gelang es zu entkommen, indem er ein Loch in ein Zelt schnitt. Bascom befahl später, die anderen Apache-Geiseln zu erhängen und der verbitterte Cochise schloss sich mit Mangas Coloradas, seinem Schwiegervater, zu einem Guerillakampf gegen die amerikanische Armee und Siedler zusammen. Nach der Gefangennahme und Ermordung von Mangas Coloradas im Jahr 1863 war Cochise der einzige Apache-Kriegschef. Die US-Armee nahm ihn 1871 gefangen und bereitete sich darauf vor, die Chiricahua in ein Reservat zu verlegen, das Hunderte von Kilometern entfernt lag. Er floh jedoch erneut und setzte den Widerstandskampf fort. Im folgenden Jahr, nachdem die Apachen mit Hilfe von Thomas Jeffords einen neuen Vertrag ausgehandelt haben, durfte sie in ihrer Heimat bleiben. Cochise soll ein strategischer Meister und Anführer gewesen sein, der im Kampf nie erobert wurde. Er starb 1874 friedlich im neu gegründeten Chiricahua-Reservat. Sein Sohn Taza trat die Nachfolge als Oberbefehlshaber an. Nach seinem Tod wurde er heimlich an einem unbekannten Ort in einer Felsspalte in oder in der Nähe seiner uneinnehmbaren Festung begraben. Der genaue Ort wurde nie enthüllt oder bestimmt. ------------- Dragoon Springs Stage Station (Butterfield Station) Die historische Dragoon Springs Stage Station ist eine historische Stätte im heutigen Cochise County am nördlichen Rand der Dragoon Mountains und ist ein Ort voller westlicher Geschichte und brutaler Gewalt. Die Quelle wurde nach denjenigen benannt, die sie 1856 hier entdeckten, den US Dragoons, die auf dem Weg waren, Fort Buchanan zu errichten. Die Wanderung zu den Ruinen ist zwar sehr kurz, aber die Mühe wert, wenn man in der Gegend ist. Man kann auch jenseits der Ruinen den Jordan Canyon hinauf zur Dragoon Spring wandern. Dragoon Spring war eine Wasserstelle auf dem Southern Emigrant Trail im Territorium, die sich den Vereinigten Staaten im Rahmen des Gadsden Purchase anschloss und Teil des New Mexico Territory wurde. Nach dem Kauf wurde Dragoon Spring ab Juli 1857 von der San Antonio- San Diego Mail Line, allgemein "Jackass Mail" genannt, als Wasserstelle genutzt. John Butterfield baute, nachdem er den Postvertrag mit der Regierung erhalten hatte, eine Postkutschenroute zwischen St. Louis und San Francisco, die als Butterfield Trail bekannt wurde. Der sechsjährige Postvertrag (Nr. 12.578) begann im September 1858 und endete im September 1864. Die Route kreuzte den Süden von Arizona und etwa alle dreißig Kilometer entlang der Route wurden Postkutschenstationen gebaut, die nach Möglichkeit zuverlässige Wasserquellen nutzten. Dragoon Springs war eine dieser Quellen, und in der Nähe der Quellen wurde eine Station errichtet. Die Dragoon Springs Stage Station war die zweite der beiden in Arizona errichteten befestigten Steinstationen und die letzte, die auf dem 2.700 Meilen langen Weg nach Westen führte. Sie wurde im August und Anfang September 1858 von Butterfields Overland Mail Company gebaut, um Mitarbeiter und Vieh zu beherbergen. Der Bau der Station wurde vom Superintendenten der Butterfield Division William Buckley aus Watertown, New York, überwacht. Nachdem Butterfield im September 1858 den Betrieb aufnahm, war die Jackass Mail noch in Betrieb und benutze Butterfields verbesserten Trail. Die stark befestigte Station bestand aus einer 3 Fuß dicken, 10 Fuß hohen Steinmauer, 45 Fuß mal 55 Fuß, die das Gelände umgab, mit 2 kleinen Räumen innerhalb des Gehäuses. Die Station startete in der Nacht zum 8. September 1858 gewaltsam, als drei Arbeiter mit Äxten und einem Hammer bewaffnet drei Angestellte der Station angriffen und töteten. Angestellter Silas St. Johns Arm wurde durch einen Axtschlag fast abgetrennt, doch er griff nach einem Gewehr und einer Pistole und begann zu schießen, woraufhin die Angreifer flohen. Silas lag mehrere Tage mit heftigen Schmerzen in der Station und kämpfte gegen Kojoten, Geier und Wölfe, bevor endlich Hilfe eintraf. Silas verlor seinen linken Arm, erholte sich aber. Die erste Butterfield Mail Stage erreichte die Staion am 2. Oktober 1858. Die Dragoon Station war eine "Swing Station" weil sie nur als Wechselstation für Pferde bzw. Maultiere benutzt wurde. "Home Station" waren eine Stationen mit einem Station Master, Koch und Reparaturpersonal. Der Postbetrieb endete 1861 mit Beginn des Bürgerkriegs, der vermehrten Angriffe der Indianer und des schnelleren Pony Express Service. Die Station wurde von 1858 bis 1861 von der Butterfield Overland Mail und von 1865 bis etwa 1880 von anderen Linien benutzt. Bei Beginn des Bürgerkriegs 1861 wurde die Overland Mail Company angewiesen, den Vertrag der Central Overland Trail zu übertragen. Während des amerikanischen Bürgerkriegs war es 1862 der Ort der ersten und zweiten Schlacht von Dragoon Springs. Am 5. Mai 1862 lagerte eine kleine Gruppe von berittenen Konföderierten, die Gefangene der Union nach Texas begleiteten, in der verlassenen Postkutschenstation der Butterfield Overland Mail in den Dragoon Mountains. Eine Streitmacht von etwa 100 Chiricahua-Apache-Kriegern, die von den Kriegschefs Cochise und Francisco kommandiert wurde, überfiel die Konföderierten. Drei konföderierte Soldaten und ein junger mexikanischer Viehhirte wurden getötet. Den Apachen gelang es, eine große Anzahl von Tieren und Pferden zu erbeuten. Ein paar Tage später, befahl Captain Sherod Hunter seinen Männern, die erbeutete Herde von Rindern und Pferden zurückzuholen und den Tod ihrer Mitsoldaten zu rächen. Den Konföderierten gelang es, die gestohlenen Tiere zurückzuerobern und fünf Apachen ohne eigenen Verlust zu töten. Die vier Opfer wurden in der Nähe von Dragoon Springs beigesetzt. Die Gräber nördlich der Station sind Zeugnisse dieser Battles. Zwei Gräber sind markiert - Sergeant Samuel Ford und Richardo, ein Viehtreiber. In einem Grab ist möglicherweise Captain John Donaldson begraben, wer im vierten Grab liegt, ist nicht bekannt. Es ist das einzige bekannte Gefecht, bei dem konföderierte Soldaten innerhalb der modernen Grenzen von Arizona getötet wurden. Es wird oft als Teil der Apache-Kriege zwischen Apachen und Amerikanern zwischen 1851-1900 einbezogen. Von Downtown Tucson fährt man auf der I-10 nach Osten und fährt etwa eine Stunde lang bis zur Ausfahrt Dragoon Road (Exit 318). Man biegt rechts auf die Dragoon Road ab 3,5 Meilen fährt bis zu dem kleinen Ort Dragoon. Hier kann man auch das Amerind Museum und den Texzas Canyon besuchen. Kurz vor dem Ortseingang überquert man einen Bahnübergang. Nach den Eisenbahnschienen biegt man rechts auf die Old Ranch Road ab und folgt dieser ca 3 Meilen. Man überquert mehrere Cattle Guards und am Stage Station-Schild biegt man links auf eine Piste ab (nach Osten). Auf dieser sehr steinigen Road fährt man noch ca. 1 Meile weiter und parkt das Auto. Ab dem Schild Dragoon Stage Station folgt man dem Pfad etwa 100 Meter bis zu den Ruinen und Gräbern. Hinweis: Es wird ein High-Clearance-Vehicle empfohlen. GeoLocation: 31.997583, -110.022436 Cochise Stronghold Das Felsenversteck der Chiricahua wird heute Cochise Stronghold (Cochise Festung) genannt und liegt an der Ostseite der Dragoon Mountains. Diese robuste natürliche Festung war etwa 15 Jahre lang die Heimat und die Basis des berühmten Chiricahua Apachenanführer Cochise. Der Campground befindet sich in einer herrlichen, zerklüfteten Schlucht, die dem berühmten Apachen-Indianerführer Cochise als Zufluchtsort gegen seine Feinde diente. Wenn man den East Stronghold Canyon betritt, dann passiert man die Schatten von Felsen, die dem Apache- Krieger höchstwahrscheinlich für seine Ausgucke dienten. Die eindringlichen Formen, in die die Naturkräfte diese Felsen geschnitzt haben, tragen dazu bei, dass der Besuch dieses charismatischen Ortes zu einem besonderen Erlebnis wird. Der Cochise Stronghold Campground hat behindertengerechte Toiletten. Diese Toiletten bestehen aus einer großen Kabine mit einer „Komposttoilette“, die umweltfreundlich und geruchsfrei ist. Es gibt insgesamt 11 Plätze, 9 für Zelte oder Wohnmobile und 2 Gruppenplätze. Jeder Platz verfügt über einen Grill und Picknicktische. Die maximale Aufenthaltsdauer im Park beträgt 14 Tage. Der Campground ist den ganzen Winter über geöffnet, schließt aber im Sommer für drei Monate, wenn hohe Temperaturen das Wandern weniger angenehm machen. Eichen bei den Campingplätzen spenden Schatten und diese sind von einer vielfältigen Vegetations umgeben, zu der sowohl Pflanzen der oberen Sonora als auch Pflanzen der Chihuahuan Desert gehören. Um sich mit dieser ungewöhnlichen Umgebung besser vertraut zu machen, folgt der Stronghold Nature Trail einer 0,4 Meilen langen barrierefreien Schleife, die zwischen Yucca, Kakteen und Felsen verläuft. Dieser kurze, einfache Spaziergang bietet eine Einführung in eine Reihe von Wüstenpflanzen. Er bietet auch eine gute Aussicht auf die Felsen, die die Wälle der Stronghold bilden. Ein Geschichtspfad auf dem Campingplatz erzählt von der farbenfrohen Vergangenheit der Region. Der Cochise Trail führt an Dutzenden fantastischer Felsformationen vorbei über die Dragoons zum West Stronghold Canyon und zu den Council Rocks. Vorsichtig muss man sein, da es Schwarzbären im Bereich gibt. Ein Wander- und Reitweg (Cochise Trail) vom Campingplatz aus folgt Cochise altem Fluchtweg über die Bergkette. Der Cochise Trail ist etwa 4,5 Meilen lang (One Way). Die Landschaft entlang der Route ist eine Mischung aus flachen, teilweise bewaldeten Schluchten und offenen Hängen, begleitet von einer großen Vielfalt an Pflanzen, die die verschiedenen Lebensräume der Sonora-Desert im Westen, der Chihuahua- Desert im Osten und der Dragoon-Mountains selbst widerspiegeln. Interessant sind auch die Cochise Spring, die ein Becken und fließendes Wasser enthält und der Halfmoon Tank, ein kleiner See, der durch einen Betonstaudamm entstanden ist. Die Wasserstelle wurde am 15. Juni 1952 von den Green Brüdern erbaut. Nach dem kleinen Abstecher um das Wasser steigt der Weg an auf den Gipfel eines kleinen Bergrückens, von dem man eine hervorragende Aussicht in alle Richtungen hat. Von dort sind es ungefähr 10 Minuten bis zur Stronghold Divide, die den Ost- und Westteil der Dragoons trennt. Obwohl der Cochise Trail noch weitere 1,75 Meilen bis zum weniger genutzten Westtrailhead weitergeht, ist die Divide ein guter Umkehrpunkt. Wenn man sich umsieht, fragt man sich, wo die Überreste von Cochise begraben sein könnten. Sie sind irgendwo da draußen, aber es spielt eigentlich keine Rolle wo. Es reicht zu wissen, dass man auf den Spuren des größten Apachen-Kriegers von allen gewandelt ist. Für den kompletten Trail sind etwa 5,5 Stunden einzuplanen. Council Rocks Die nächste Station war die Council Rocks. Die Schönheit der schroffen Berge in dieser Gegend ist spektakulär. Die Council Rocks befinden sich im San Pedro River Valley an der Westseite der Dragoon Mountains. Der Zugang von der Südseite scheint ziemlich einfach zu sein, die Nordseite ist ein Alptraum für die Navigation. Mir wurde gesagt, dass es sich um eine unmarkierte Nebenstraße handelte, die etwa 3 Meilen nach dem Trailhead der Slavin Gulch liegt, das hatte sich auch als richtig erwiesen. Der Road FR687 führt an der Westseite der Dragoon Mountains entlang. Dies ist einer der schönsten Orte im Süden von Arizona. Die Felsformationen sind spektakulär und das offene Ranchland scheint endlos zu sein. Das einzige, was auf diesem Weg fehlt, ist das Fahren durch die großer Felsbrocken. Die Strecke ist für viele Allradfahrer zu einfach, man sollte sie aber trotzdem nicht verpasst werden. Die Fahrt auf der nur teilweise holprigen Forststraße auf der Westseite der Dragoons kann jedoch auch mit einem normalen Auto bewältigt werden. Ungefähr nach einer Viertelmeile kommt man zu einem Parkplatz. Nichts deutet darauf hin, dass dies der Trailhead zu den Council Rocks ist. Nichtmarkierte Pfade gehen in zwei oder drei Richtungen, landen jedoch alle bei den Council Rocks. Ein Weg führt nach links und umkreist die Felsen. Der Weg steigt dann an und hat stellenweise losen Kies. Der Weg wird steiler, je höher die Felsen sind (war aber leicht zu gehen). Wenn man die Spitze des Weges erreicht hat, dann beherbergen die großen Felsen auf der rechten Seite die Piktogramme. Die Pictographs befinden sich unter großen Felsvorsprüngen, die jeweils etwa eine Viertelmeile vom Parkplatz entfernt sind. Die riesigen Felsen beherbergen auch Plätze, die die Natives wunderbar als Unterkünfte und Treffpunkte nutzen könnten. Man könnte nicht einmal wissen, dass man dort gewesen war, aber es gibt ein Hinweisschild in der Nähe des Pictographs. Sie haben eine schwache rosa Farbe, obwohl sie anscheinend viel besser erhalten und weniger verblasst sind als andere bekannte Piktogramme. Zu sehen sind Schlangen, Stockleute und andere zu interpretierende Bilder. Die Apachen waren nicht die ersten amerikanischen Ureinwohner, die in den Dragoon Mountains lebten. Vor etwa 1000 Jahren bewohnten die Mogollon-Indianer das Gebiet und hinterließen Pictographs bei den Council Rocks, also lange bevor die Legendenfigur von Cochise auftauchte. Dies sind gemalte Symbole im Gegensatz zu Petroglyphs, die in den Stein gemeißelt oder gehämmert sind und viel empfindlicher sind. Aber wie viele berühmte Rock Art Sites gab es wahrscheinlich mehrere Generationen von „Kunsthandwerkern“, die hier tätig waren. Einige der Bilder sind offensichtlich jünger als andere und wurden möglicherweise sogar erst zu Cochises Zeiten angefertigt. Die amerikanischen Ureinwohner machten auch Mörsermulden in nahe gelegenen Felsen, um Samen und Nüsse zu zermahlen, die in der Gegend zu finden sind. Es gibt auch Kerben in den Felswänden, die Stufen zu sein scheinen, die den Indianern den Zugang zu einer besseren Aussicht auf die Gegend ermöglichten. Diese Spuren habe ich aber nicht entdeckt. Bei den Council Rocks gibt es auch ein natürliches Amphitheater am Fuße der Berge, in dem man problemlos herumwandern kann. Entlang der Pfade, die am Rande der Klippe verlaufen, findet man weitere Mörtelmulden, die in den Felsen eingegraben waren. Das Gebiet ist sehr schroff und es gibt einige Stellen, an denen die Felsformationen einfach unglaublich sind und Felsbrocken auf Felsbrocken gestapelt sind. Ich habe mir vorstellen, dass Cochise an diesem Ort ein Camp aufbaut, weil es strategisch günstig gelegen ist und wunderschön ist. Ich habe mich nur etwa eine Stunde hier aufgehalten, leider hatte ich nicht mehr Zeit gehabt. Etwa 0,3 Meilen von den Council Rocks entfernt sind die White House Ruins, die Überresten einer alten Adobe-Struktur. Leider war der Weg dorthin nicht möglich, da diese auf privatem Gebiet liegen und ein "No Trespassing" Schild den Weg versperrte. Ich hatte aber irgendwo gelesen, dass hin und wieder der Besuch möglich sein soll. Von Außerhalb soll man die Adobereste sehen können. Die White House Ruins wurden zuerst von Charles Helm in Partnerschaft mit zwei anderen bewohnt. Es war hauptsächlich eine Pferderanch, obwohl auch einige Rinder gezüchtet wurden, die man in Tombstone verkauft hatte. Die Ranch arbeitete von Anfang an erfogreich. Nur Billy Fourr siedelte früher auf der Westseite der Dragoons, seine Ranch befand sich zwei bis drei Meilen nördlich. Sieben Apachen trieben im Januar 1882 28 Pferde weg. Helm und seine Männer hielten sie für weiße Viehdiebe und folgten den Apachen zum Guadalupe Canyon. Zum Glück gaben sie die Verfolgung bald auf und ritten zurück zur Ranch. In der ersten Juliwoche geriet Helms mit Willam McCauley in eine dumme Auseinandersetzung. Die Folge war, dass Helms angeschossen wurde. Er starb ein oder zwei Tage später in Tombstone. Die Helm-Ranch gehörte als nächstes den Tombstone-Händlern Willam Tweed und Burdett Packard. Tweed wurde oft für den korrupten New Yorker Bürgermeister "Boss Tweed" gehalten, aber es besteht keine Verbindung. Tweed ließ sich 1883 nieder. Entweder Tweed oder Helm bauten das Adobehaus, das als das "das Whitehouse" bekannt wurde. Die Tweed-Packard-Ranch wurde auch "Cochise Stronghold Ranch" bezeichnet. Die Ranch wurde dann 1885 von der Kansas Cattle Company gekauft, die später als "Tombstone Land and Cattle Co." bekannt wurde. Es wurde ein bekanntes Ziel für die Tombstones-Elite. Die Dürre von 1891-92 beendete das Unterfangen eine Ranch zu betreiben, das "Whitehouse" wurde aufgegeben und verfiel. Billy Fourr nahm das übrig gebliebene Holz und benutzte es auf seiner "geräumigen Ranch" im Norden. Im Jahr 1885 besuchte Alice Crane die Gegend und bemerkte, dass das Whitehouse nur noch ein "halb verfallenes" Adobehaus war. Middlemarch Road Der O.K. Corral. Das Bird Cage Theatre. Gunfight Nachstellungen. Wenn es um die Geschichte des Wilden Westens geht, hat Tombstone viel zu bieten, weshalb die Stadt mit rund 1.500 ständigen Einwohnern jedes Jahr hunderttausende Besucher anzieht. Vor den Toren von "The Town Too Tough to Die" befindet sich die Middlemarch Road, eine spektakuläre Strecke durch die Dragoon Mountains. Und als Bonus hat die Straße eine eigene Geschichte. Teile dieser historischen Route wurden ursprünglich von der US-Kavallerie genutzt, um in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Fort Bowie, heute eine nationale historische Stätte im Nordosten, ins San Pedro Valley im Südwesten zu gelangen. Heute dient die Middlemarch Road als malerische, aber robuste Route von Tombstone über die Dragoon Mountains in das Sulphur Springs Valley, die Chiricahua Mountains und das Chiricahua National Monument. Von Tombstone fährt man auf der State Route 80 nach Nordwesten. Ca. 1,6 Meile nach Tombstone biegt man rechts in die Middlemarch Road ein. Während der ersten paar Meilen schlängelt sich die Straße über grasbewachsene Ebenen und flache Canyons, die allmählich zu den felsigen Rändern der Dragoon Mountains hinaufsteigt. Die Vegetation hier ist eine einzigartige Mischung aus der Chihuahuan- und Sonora-Desert, einschließlich Agaven, Sotol, Apache Plume und Tree Cholla sowie Pinyon Pine, Wacholder und einer Vielzahl von Eichen. Die meisten sichtbaren Tierarten sind Maultier- und Weißwedelhirsche, eine Vielzahl von Raubvögeln und eine gesunde Population von Baumwoll- und Schwarzschwanz-Jackrabbits. Nach mehreren Meilen auf der breiten, gut ausgebauten Schotterroad nähert man sich den Dragoons - benannt nach einem Kavallerieregiment, das Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Posten in der Gegend besetzte. Wenn man sich den Bergen nähert, wird man einen gesunden Respekt dafür entwickeln, warum Chiricahua Apache-Anführer Cochise die Dragoons als Unterschlupf gewählt hat. Man kann die Formationen im Norden erkunden, indem man bei Meile 10 links auf die Forest Road 687 abbiegt. Man bleibt jedoch weiter auf der Middlemarch Road. Die Wüstenvegetation, die man anfangs gesehen habt, weicht bald mehr dem Grünen, einschließlich Pinien, Wacholder und einer Vielzahl von Eichen. Hier kann man Ausschau haten nach Maultierhirschen und Weißwedelhirschen sowie Jackrabbits und verschiedenen Raubvögeln. Kurz bevor man auf diese Klippen stößt, biegt die Straße in eine Seitencanyon ein und schlängelt sich zwischen den Cochise- und Black Diamond-Gipfeln zum Middlemarch Pass. Die Route wird mit zunehmender Steigung steiler und enger. Von den Aussichtspunkten westlich des Passes genießt man eine gute Aussicht auf das San Pedro Valley, die Huachuca-Berge, sowie auf die Mustangs und die Whetstones. Bald erreicht man den Middlemarch Pass und von hier hat man die beste Aussicht der Fahrt: die unverwechselbaren Chiricahua und Dos Cabezas Mountains im Osten. Im Südwesten befinden sich die kleineren Swisshelm Mountains, benannt nach einem Prospektor, der das Gebiet in den 1870er Jahren erkundet hat. Der Soren Pass bietet eine weitläufige Aussicht, die man über einen 3 Meilen langen Abstecher nach Norden auf der Forest Road 345A erreichen kann. Man benötigt jedoch ein 4 WD. Wenn man keinen hat, dann genießt man einfach die allmähliche Abfahrt nach Pearce, von der man weitere Ausblicke auf die fernen Bergketten hat. Von hier aus sind es sieben weitere kurvenreiche Meilen hinunter in weiteres wüstenartiges Grasland und zu der zur historischen Bergbaugemeinde Pearce. Ein Verkehrsschild weist darauf hin, dass Pearce 1920 1.500 Einwohner zählte und einige Gebäude aus der Blütezeit dieser Goldminen-Boomtown erhalten geblieben sind. Wenn man rechts auf die Pearce Road abbiegt, gelangt man zur US 191, die nach Norden zur Interstate 10 und nach Süden zu McNeal und Douglas führt. Nach dem Abzweig zu den Council Rocks wurde die Road sehr steinig, so dass man nur noch sehr langsam vorwärts kam. Deshalb kehrte ich wieder um und fuhr nach Tombstone. Tour Guide: Länge: 26.6 Meilen One Way (von Tombstone) Directions: Von Tombstone 1,6 Meilen auf der State Route 80 nach Norden bis zur Middlemarch Road (Forest Road 345), rechts abbiegen auf die Middlemarch Road und auf der 20,5 Meilen bis zur Pearce Road, rechts abbiegen auf die Pearce Road und nach 4,5 Meilen erreicht man die US 191. Vehicle requirements:Ein High-Clearance-Vehicle wird empfohlen.